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12.05.2026
Heizungsgesetz wird gelockert – Fossile Heizungen bleiben möglich, aber langfristig teuer
Die neue Koalition aus CDU/CSU und SPD plant Änderungen am Gebäudeenergiegesetz (GEG). Die bisherige 65%-Regel soll entfallen. Damit könnten Öl- und Gasheizungen künftig wieder einfacher eingebaut werden.
Doch Vorsicht: Mehr Freiheit bei der Heizungswahl bedeutet nicht automatisch eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.
Das ändert sich:
- 65%-Pflicht fällt weg: Gas- und Ölheizungen bleiben grundsätzlich erlaubt.
- Bio-Treppe kommt: Fossile Heizungen müssen schrittweise mit teuren klimafreundlichen Brennstoffen betrieben werden:
- ab 2029: mindestens 10–15 %
- ab 2035: 30 %
- ab 2040: 60 %
- ab 2045: 100 % erneuerbare Brennstoffe (Ende fossiler Nutzung)
- Beratungspflicht soll entfallen: Eigentümer tragen mehr Eigenverantwortung bei der Entscheidung.
- Förderung bleibt: Bis zu 70 % Zuschuss für effiziente Heizsysteme sind laut aktueller Planung mindestens bis 2029 möglich.
Warum fossil trotz Lockerung riskant bleibt
Eine neue Gas- oder Ölheizung wirkt auf den ersten Blick flexibel – wirtschaftlich kann sie jedoch zur Kostenfalle werden:
- steigender CO₂-Preis
- Pflicht zu teuren Biomethan-/Bioöl-Beimischungen
- höhere Brennstoff- und Netzkosten
- fossile Heizungen müssen spätestens bis 2045 vollständig erneuerbar betrieben werden
Wer heute fossil investiert, kauft Technik mit absehbar steigenden Betriebskosten – oft für die nächsten 15 bis 20 Jahre.
Fazit
Mehr Freiheit bei der Gerätewahl heißt nicht mehr Wirtschaftlichkeit.
Die Gesetzeslockerung erlaubt fossile Heizungen weiterhin – macht sie aber nicht zukunftssicher oder günstig. In vielen Fällen bleibt eine Wärmepumpe langfristig die wirtschaftlichere Lösung.

